Sommer Köln empfiehlt:

N.N. Theater im Kölner Friedenspark


Das legendäre “NN Theater“ ist wieder mit seinen witzigen Interpretationen von klassischen Theatervorlagen zu sehen. Beim NN Theater muss niemand Angst davor haben, dass es langweiligen verstaubten Theaterstoff zu sehen gäbe. Nein! Das Gegenteil ist der Fall. Viele Kölner sind süchtig nach den komödiantischen Inszenierungen von Regisseur George Isherwood.

Dienstag, 2. August, 20.30 Uhr,
Mittwoch, 3. August, 20.30 Uhr:

Romeo und Julia

frei nach William Shakespeare
 
Es spielen: Irene Schwarz, Christine Per, Didi Jünemann, Oliver Schnelker
Musik: Bernd Kaftan
Regie: George Isherwood

»Romeo und Julia« ist nicht nur eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur sondern auch geradezu ein Synonym für die Liebe zweier Menschen. Wenn man es ausspricht – »Romeo und Julia« – klingt es, als stoßen Kristallgläser aneinander. Es ist ein Hohelied der Liebe – aber auch eine Tragödie voller Witz und Humor, der auch nicht vor der unverfrorenen Zote bis hin zur Frivolität zurückschreckt. Aus diesem Ton tritt umso gewaltiger der Ernst hervor.

Kaum ein Theaterstück hat so viele  Nachahmer hervorgebracht. Von der berühmten West Side Story bis hin zu dem wunderbaren Film Shakespeare in Love - So wird auch das N.N. Theater auf seine eigene Art dieses Drama vom Unglück der Liebe bearbeiten und auf die Bühne zaubern und den Zuschauer erleben lassen, wie sich die scheinbar auf ewig unversöhnlich gegenüberstehenden Familien Capulet und Montague erst durch den tragischen Tod ihrer Kinder versöhnen.


Donnerstag: 4. August, 20.30 Uhr:

Aus dem Leben eines Taugenichts.

frei nach Joseph von Eichendorff

Es spielen: Irene Schwarz, Antje von Wrochem, Didi Jünemann, Oliver Schnelker, Michl Thorbecke
Musik: Antje von Wrochem
Regie: George Isherwood

»Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort, und die Welt hebt an zu singen, kennst du nur das Zauberwort.«

Sehnsuchtsvolle Lieder, verträumte Mondnächte, vielschöne Damen – das sind die Zutaten zu Eichendorffs romantischer Erzählung. Und mittendrin ein Taugenichts: ein liebenswerter Anarchist, ein namenloser Freiheits-Hallodri, ein naiver Müllerssohn, der mit großem Vertrauen in sich und in die Welt alles findet, ohne es je zu suchen – zuletzt auch seine große Liebe! Er ist ein Held des Müßiggangs. Er schert sich nicht um die Vorgaben der Arbeitswelt. Sein Motto: „Der frühe Vogel kann mich mal!“. Verliebt bis über beide Schelmenohren begegnet er auf der Suche nach seiner »vielschönen Dame« so manchem Spießer, Neider und Blutsauger und erlebt dabei ein wirklich aberwitziges Abenteuer. Da trifft bürgerliche Enge auf den Wunsch nach Freiheit und Müßiggang, galoppierende Amtsschimmel fliehen vor berauschenden Walzerklängen ...

Das N.N. Theater Neue Volksbühne Köln verwandelt diese Novelle in ein Stück Musiktheater und spürt die in Vergessenheit geratene Leichtigkeit der deutschen Seele auf. So bietet der Taugenichts auch unserer Gesellschaft und ihrer pessimistischen Gemütslage – mit einem kecken Liedchen auf den Lippen – erfolgreich die Stirn.



Freitag, 5. August, 20.30 Uhr (KÖLN-PREMIERE!)
Samstag, 6. August, 20.30 Uhr:

Michael Kohlhaas


Regie: George Isherwood

Einem rechtschaffenen Pferdehändler widerfährt Unrecht und Behördenwillkür. Er ruft die Gerichte an und bemerkt schmerzhaft, dass sein Widersacher von korrupten und einflussreichen Leuten geschützt wird. Er beugt sich nicht und beschließt, sein Recht gewaltsam zu erzwingen. Er findet Mitstreiter, und ein blutiger Kampf beginnt. Martin Luther wirft dem Rebellen »Wahnsinn stockblinder Leidenschaft« vor. Kohlhaas dringt verkleidet zu ihm vor, und Luther verspricht, freies Geleit nach Dresden zu erwirken, damit Kohlhaas seine Klage vor Gericht nochmals vertreten kann … Michael Kohlhaas bedeutet der Wert der Gerechtigkeit viel – mehr als sein eigenes Leben!

Schon seit einigen Jahren steht auf der Wunschliste des N.N. Theaters, die Novelle »Michael Kohlhaas« von Heinrich von Kleist zu dramatisieren und in ein Theaterstück zu verwandeln. Nun, im Kleist-Jahr 2011, werden wir dieses Vorhaben realisieren – unter der seit vielen Jahren bewährten Regie von George Isherwood. Die Inszenierung wird die Aktualität dieser Novelle sichtbar machen und eine Brücke schlagen zum heutigen Zuschauer. Die Geschichte Michael Kohlhaas scheint im Moment immerhin förmlich »auf der Straße zu liegen«:

Das N.N. Theater wird auch in dieser hochdramatischen Novelle die Fallhöhe zwischen Komik und Tragik aufspüren und dem Publikum damit erneut ein Stück »Weltliteratur« nahe bringen. Wie gewohnt unterhaltsam verpackt und völlig »unplugged« – die Live Musik nimmt wie immer eine tragende Rolle ein …



Eintritt: 17,50€ (erm. 13,50€), Tickets: 0221/ 2801,  www.koelnticket.de